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Lärmsorgen

Fahrzeug und Flugzeug

Zwischen Freiheit und Rücksichtslosigkeit

Der heutige Stand der Technik würde deutlich leisere Fahrzeuge und Flugzeuge erlauben. Doch neben den technischen Möglichkeiten spielt der gesellschaftliche Wille, auf leisere Fahrzeuge umzusteigen, eine ebenso wichtige Rolle. Sportliche Autos, Motorräder oder Quads mit viel Hubraum und Turboladern sind weiterhin wichtige Statussymbole unserer Zeit.

Viele für den Rennsport entwickelte Hochleistungsfahrzeuge haben mittlerweile den Weg in den gewöhnlichen Strassenverkehr gefunden.

Der Mensch ist für technische Innovationen und Höchstleistungen leicht begeisterungsfähig. In Kombination mit Rennfahreridolen aus der Kindheit führt die Technikbegeisterung zu einer beträchtlichen Anzahl leistungsstarker Fahrzeuge auf den Schweizer Strassen. Doch gerade in den dicht besiedelten Gebieten mit vielen Lärmbetroffenen geben nicht die einzelnen PS-Boliden, sondern der Verkehr das Tempo vor. Es stellt sich die Frage, ob der von Hochleistungsfahrzeugen ausgehende Lärm unbedingt notwendig ist.

Situation

Lärmfaktoren bei Strassenfahrzeugen

Die Emissionen eines einzelnen Motofahrzeugs setzen sich primär aus folgenden Komponenten zusammen:

  • Antriebs- oder Triebwerkgeräusch (Luftansaugvorrichtung, Kühlerventilator, Motorblock, Auspuff und Getriebe)
  • Rollgeräusche
  • Windgeräusche (Karosserie, Aufbauten)

Folgende Faktoren haben einen Einfluss auf die emittierten Schallpegel eines einzelnen Motorfahrzeugs und lassen sich durch den individuellen Verkehrsteilnehmer beeinflussen:

  • Alter, Zustand und Konstruktion der einzelnen Fahrzeuge
  • Art und Zustand der Bereifung
  • Gefahrene Geschwindigkeit (Stichwort: Temporeduktion)
  • Individuelles Fahrverhalten, Motorendrehzahl (hochtourig, niedertourig)
Lärmfaktoren bei Flugzeugen

Die Emissionen eines einzelnen Flugzeugs setzen sich primär aus dem Antriebs- oder Triebwerkgeräusch und den Windgeräuschen zusammen. Die Rollgeräusche sind von untergeordneter Bedeutung, da sich das Flugzeug naturgemäss weniger am Boden als in der Luft bewegt. Gestützt auf die Verordnung des UVEK über die Emissionen von Luftfahrzeugen (VEL, SR. 748.215.3) gelten seit dem 01. August 2009 für Luftfahrzeuge mit motorisiertem Antrieb einheitliche Anforderungen.

Flugzeuge der neusten Generation sind deutlich leiser als ihre Vorgänger. Im Bereich der Triebwerkstechnologie werden enorme Fortschritte erzielt. Im Gegensatz zu Strassenfahrzeugen hält sich die Begeisterung für laute Flugzeuge in Grenzen, der wichtigste Faktor bei der Flugzeugentwicklung bleibt die Sicherheit. Die Luftfahrtindustrie ist zwar an der Entwicklung leiserer Flugzeuge interessiert, die Verminderung der Lärmemission wird dem Sicherheitsaspekt jedoch untergeordnet. Alle Massnahmen zur Reduktion des Fluglärms müssen hinsichtlich der Sicherheit überprüft werden, was die Forschungs- und Entwicklungskosten zusätzlich nach oben treibt.


Zuständigkeit

Für Lärm ausgehend von Fahrzeugen und Flugzeugen und die Einhaltung der zugehörigen Grenzwerte ist die jeweilige kantonale Fachstelle und in grossen Städten die entsprechende städtische Amtsstelle zuständig.

Lärmschutzfachstellen


Bei akuter Lärmbelästigung kontaktieren Sie die Polizei (Tel. 117).


Mehr Informationen zu den Verkehrslärmarten:


Rechtsprechung

Bundes- und Verwaltungsgerichtsentscheide zur Lärmproblematik von Verkehr

In der Rubrik «Recht & Gesetz» ist eine Sammlung mit Bundes- und Verwaltungsgerichtsentscheiden zu verschiedenen Lärmarten zu finden. Die Liste wird laufend aktualisiert.


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